Südkorea geht gegen Krypto-Markmanipulation vor

Südkoreas Finanzaufsicht meldet zwei Fälle mutmaßlicher Krypto-Markmanipulation und warnt Anleger vor unerklärlichen Kurssprüngen. Offenlegungspflichten und Warnsysteme werden verschärft.

Die südkoreanische Finanzaufsichtsbehörde (Financial Services Commission) hat zwei Verdachtsfälle mutmaßlicher Marktmanipulation im Kryptobereich an die Staatsanwaltschaft übergeben. Im ersten Fall soll eine Person Dutzende oder Hunderte Milliarden Won investiert haben, um fast die Hälfte des weltweiten Angebots eines Tokens zu erwerben. Dies führte zu Preismanipulationen auf ausländischen Börsen und ermöglichte es, auf inländischen Plattformen Gewinne zu erzielen. Südkoreanische Anleger erlitten dadurch Verluste. Im zweiten Fall wird vermutet, dass ein Verdächtiger bei Tokens mit geringer Liquidität künstliche Handelsaktivitäten erzeugte. Mithilfe von API-Zugang und Hochfrequenzhandel soll er einen aktiven Markt vorgetäuscht, die Preise künstlich erhöht und anschließend seine Bestände verkauft haben. Die Behörde warnt Anleger vor plötzlichen, unerklärlichen Preisanstiegen und kündigt strengere Offenlegungspflichten sowie verbesserte Warnsysteme an.

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