MiCA definiert europäischen Kryptomarkt neu
Am 1. Juli 2026 endet die MiCA-Übergangsfrist. Nur 244 Unternehmen sind lizenziert. Binance droht der EU-Marktausschluss, während Wettbewerber Kunden gewinnen wollen. Der Kryptomarkt wird neu geordnet.
Am 1. Juli 2026 endet die Übergangsfrist der MiCA-Verordnung in den 30 Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums. Ab diesem Stichtag dürfen Krypto-Dienstleister nur noch mit vollständiger Zulassung operieren. Andernfalls verstoßen sie gegen EU-Recht und müssen ihren Betrieb einstellen. Derzeit verfügen lediglich 244 Unternehmen über eine MiCA-Lizenz. Deutschland führt mit 57 Genehmigungen, gefolgt von Frankreich und den Niederlanden mit jeweils 26. In fünf Ländern wurden bisher keine Lizenzen vergeben. Binance besitzt aktuell keine MiCA-Lizenz und könnte daher den Zugang zu EU-Nutzern verlieren. Wettbewerber wie Coinbase und OKX versuchen, diese Kunden zu gewinnen. Das Inkrafttreten von MiCA beseitigt regulatorische Unsicherheiten und definiert die Wettbewerbslandschaft neu, auch wenn Nutzerwechsel zwischen Plattformen für Reibungen sorgen könnten. Diese Änderung gilt als das wichtigste Ereignis für den europäischen Kryptosektor in dieser Woche.