Illinois beschließt 0,2%-Krypto-Steuer – Kritik aus der Branche
Illinois führt ab 2027 eine 0,2%-Steuer auf Krypto-Transaktionen ein. Branchenvertreter warnen vor Innovationshemmnissen und regulatorischen Problemen.
Illinois hat einen Staatshaushalt von 55,9 Milliarden US-Dollar verabschiedet, der eine neue Steuer von 0,2 % auf Kryptowährungstransaktionen vorsieht. Diese Steuer gilt ab 2027 und betrifft alle Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten, die von Brokern durchgeführt werden, darunter Börsen, Überweisungen, Verwahrung und Wallet-Dienste. Branchenverbände wie der Crypto Council for Innovation und Rechtsexperten von a16z Crypto kritisieren die Maßnahme scharf. Sie warnen, dass die Steuer eine unverhältnismäßige Belastung für die Einwohner von Illinois darstellt und Start-ups sowie Entwickler aus dem Bundesstaat vertreiben könnte. Kritiker betonen zudem, dass kein anderer US-Bundesstaat eine vergleichbare Steuer auf Finanzinstrumente wie Aktien oder Anleihen erhebt. Das Gesetz könnte die Einhaltung bundesrechtlicher Vorschriften erschweren und auch Unternehmen außerhalb von Illinois betreffen, sofern sie viele Kunden im Bundesstaat haben. Trotz der Kritik wurde das Gesetz verabschiedet; die erwarteten jährlichen Steuereinnahmen liegen bei rund 60 Millionen US-Dollar.