SEC-Vorschlag: Weg frei für tokenisierte Aktien auf DeFi
Der SEC-Vorschlag zur Abschaffung der Regeln 611 und 610(e) könnte zentrale Hürden für den Handel mit tokenisierten US-Aktien auf DeFi-Plattformen beseitigen.
Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hat vorgeschlagen, die Regeln 611 und 610(e) der Regulation NMS aufzuheben. Diese Regeln bestimmen seit fast zwanzig Jahren den US-Aktienhandel. Regel 611 verbietet es, Trades zu schlechteren Preisen als dem besten verfügbaren Marktangebot auszuführen, während Regel 610(e) gesperrte oder gekreuzte Quotierungen einschränkt. Branchenexperten wie Alex Thorn von Galaxy Digital betonen, dass diese Vorschriften erhebliche Hürden für den Handel mit tokenisierten Aktien auf DeFi-Plattformen darstellen. Automated Market Maker können die Anforderungen dieser Regeln nicht erfüllen, was Innovationen im Bereich tokenisierter Wertpapiere bislang erschwert hat. Mit dem Vorschlag will die SEC die Marktstruktur vereinfachen, Kosten senken und Innovation sowie Wettbewerb fördern. Das Regelsetzungsverfahren soll bis Anfang 2027 abgeschlossen sein. Vorübergehende Ausnahmen für Tokenisierungs-Experimente sind möglich. Die Öffentlichkeit kann innerhalb von 60 Tagen Stellung nehmen. Der Vorschlag gilt als wichtiger Schritt für den Handel mit tokenisierten US-Aktien auf Blockchain-Plattformen.