Senatoren prüfen Tether-Kredit an Lutnick-Familientrust
Senatoren untersuchen Tether-Kredit an Lutnick-Familientrust wegen möglicher Interessenkonflikte und ethischer Bedenken.
Die US-Senatoren Elizabeth Warren und Ron Wyden haben Untersuchungen zu einer Kreditvereinbarung zwischen Handelsminister Howard Lutnick und dem Stablecoin-Emittenten Tether eingeleitet. Im Mittelpunkt steht ein Trust zugunsten von Lutnicks Kindern. Der Kredit soll durch sämtliche Trust-Vermögenswerte besichert und durch eine Wandelanleihe gedeckt sein, die Cantor Fitzgerald einen 5%-Anteil an Tether einräumt. Damit wurde offenbar Lutnicks Desinvestition aus Cantor Fitzgerald beim Eintritt ins Kabinett finanziert. Die Senatoren äußern Bedenken, dass diese finanziellen Verflechtungen, einschließlich einer kürzlichen 10-Millionen-Dollar-Spende von Cantor Fitzgerald an ein von einem Tether-Manager geführtes Pro-Krypto-Super-PAC, Lutnicks politische Entscheidungen beeinflussen könnten. Sie fordern die vollständige Offenlegung der Kreditbedingungen sowie aller Kommunikationen zwischen Lutnick und Tether, um mögliche bevorzugte Behandlung oder Einflussnahme zu klären. Das Handelsministerium betont die Einhaltung der Ethikvorschriften, während Tether sich bislang nicht äußerte. Zeitpunkt und Art der Transaktionen sorgen sowohl in Washington als auch in der Kryptoindustrie für Aufmerksamkeit. Ethikexperten hinterfragen, ob die Vereinbarung die bundesstaatlichen Desinvestitionsregeln untergräbt.