EU verhängt umfassendes Krypto-Verbot gegen Russland
Das 20. EU-Sanktionspaket verbietet ab Mai 2026 alle Krypto-Transaktionen mit russischen und belarussischen Anbietern, um Sanktionsumgehung effektiv zu verhindern.
Die Europäische Union hat ihr 20. Sanktionspaket gegen Russland verabschiedet und damit einen bedeutenden Kurswechsel bei der Krypto-Regulierung eingeleitet. Die neuen Maßnahmen verbieten ab dem 24. Mai 2026 sämtliche Krypto-Transaktionen zwischen EU-Bürgern und in Russland oder Belarus registrierten Krypto-Asset-Dienstleistern (CASPs). Das Verbot umfasst sowohl zentrale als auch dezentrale Plattformen und schließt digitale Vermögenswerte wie den digitalen Rubel, RUBx und den belarussischen digitalen Rubel ein. Ziel ist es, die Umgehung bestehender Sanktionen zu verhindern, nachdem frühere gezielte Maßnahmen durch Umfirmierungen und Verlagerungen umgangen wurden. Mit diesem sektoralen Ansatz will die EU die Entstehung von Ersatzplattformen unterbinden und die Finanznetzwerke zur Sanktionsumgehung zerschlagen. Das Sanktionspaket beinhaltet zudem einen 90-Milliarden-Euro-Kredit für die Ukraine.