US-Banken kritisieren Stablecoin-Regeln – Weißes Haus greift ein
US-Banken fordern längere Fristen für Stellungnahmen zu Stablecoin-Regeln. Das Weiße Haus drängt trotz Bedenken der Branche auf eine schnelle Gesetzgebung.
US-Bankenverbände äußern Bedenken über das rasche Vorgehen der Bundesbehörden bei der Regulierung von Stablecoins. Sie argumentieren, dass das hohe Tempo das Verständnis der Wechselwirkungen mit bestehenden Vorschriften erschwert und fordern mehr Zeit für eine gründliche Prüfung. Mehrere Branchenverbände haben offiziell beantragt, dass das Finanzministerium, die FDIC, OFAC und FinCEN die Fristen für öffentliche Stellungnahmen zu Stablecoin-Regeln im Rahmen des GENIUS Act verlängern. Sie schlagen eine Verlängerung um mindestens 60 Tage nach Finalisierung des OCC-Rahmenwerks vor, da die Vorschläge eng mit diesem verknüpft sind. Die Banken warnen zudem, dass die geplanten Regeln traditionelle Kreditgeber benachteiligen und systemische Risiken schaffen könnten, wenn Nichtbanken Stablecoins ohne gleichwertige Aufsicht emittieren dürfen. Das Weiße Haus hat sich eingeschaltet, die Bankenverbände zum Rückzug aufgefordert und eine schnelle Gesetzgebung unterstützt, was die Debatte um die Stablecoin-Regulierung in den USA weiter anheizt.