Kraken reicht 56 Mio. Krypto-Steuerformulare ein, fordert Reform
Kraken reichte 56 Mio. Krypto-Steuerformulare ein, meist für kleine Beträge. Nur 8,5 % lagen über 600 $. Kraken fordert Reformen wegen hoher Belastung durch aktuelle Steuervorschriften.
Kraken hat für das Steuerjahr 2025 insgesamt 56 Millionen Krypto-Steuerformulare beim IRS eingereicht. Rund 18,5 Millionen dieser Transaktionen lagen unter 1 US-Dollar, und mehr als die Hälfte betraf Beträge von 10 US-Dollar oder weniger. Lediglich 8,5 % der Formulare überschritten die Meldegrenze von 600 US-Dollar, während 74 % Transaktionen unter 50 US-Dollar abdeckten. Jedes Formular wird zusätzlich an die jeweiligen Kunden gesendet, was einen erheblichen Abstimmungsaufwand verursacht. Da Standard-Steuersoftware Krypto-Transaktionen nicht unterstützt, schätzt Kraken, dass aktive Krypto-Inhaber jährlich 250 bis 500 US-Dollar für spezialisierte Steuer-Tools ausgeben müssen. Kraken kritisiert, dass der aktuelle Steuercode keine de-minimis-Ausnahme vorsieht und Staking-Belohnungen bei Erhalt versteuert werden müssen. Das Unternehmen fordert gesetzliche Änderungen, darunter eine inflationsindexierte de-minimis-Ausnahme und mehr Flexibilität bei der Besteuerung von Staking-Belohnungen. Laut Tax Foundation geben Amerikaner bereits jährlich 146 Milliarden US-Dollar für Steuer-Compliance aus, wobei Krypto zusätzliche Komplexität und Kosten verursacht.