FSB warnt vor Risiken durch Dollar-Stablecoins
Der FSB warnt, dass US-Dollar-Stablecoins erhebliche Risiken für Schwellenländer bergen und fordert angesichts steigender Volumina eine stärkere globale Aufsicht.
Der Finanzstabilitätsrat (FSB) warnt in seinem Jahresbericht 2025 eindringlich vor den Risiken, die von der zunehmenden Verbreitung von US-Dollar-gebundenen Stablecoins in Schwellen- und Entwicklungsländern ausgehen. Laut FSB könnten diese Stablecoins im grenzüberschreitenden Einsatz zu Währungsersatz führen, inländische Zahlungssysteme schwächen und die Wirksamkeit der lokalen Geldpolitik beeinträchtigen. Zudem bestehen Bedenken hinsichtlich finanzieller Transparenz, erhöhter Risiken für illegale Aktivitäten, Datenschutz- und Cybersicherheitslücken sowie Herausforderungen beim Verbraucher- und Anlegerschutz. Besonders betroffen seien Volkswirtschaften mit begrenzten Ressourcen und institutionellen Kapazitäten. Der Bericht weist auf Lücken und Inkonsistenzen im globalen Regulierungsrahmen für Stablecoins hin und betont die Notwendigkeit einer koordinierten internationalen Aufsicht. Trotz des starken Anstiegs des Stablecoin-Transaktionsvolumens bleibt deren Nutzung in der Realwirtschaft bislang begrenzt. Der FSB warnt jedoch, dass ein unkontrolliertes Wachstum die makroökonomischen und finanziellen Risiken für anfällige Märkte verstärken könnte.