Brasilien verschiebt Krypto-Steuerpolitik bis nach Wahl 2026
Brasilien verschiebt die Krypto-Steuerpolitik und öffentliche Konsultation bis nach die Wahlen 2026. Die 17,5%-Pauschalsteuer und neue Stablecoin-Regeln bleiben bestehen.
Brasiliens Finanzminister Dario Durigan hat angekündigt, dass die Diskussionen und die öffentliche Konsultation zur Krypto-Steuerpolitik des Landes bis nach den Präsidentschaftswahlen im Oktober 2026 verschoben werden. Ziel ist es, spaltende Steueränderungen im Wahljahr zu vermeiden. Die ursprünglich für dieses Jahr geplante Konsultation könnte sich somit bis 2027 verzögern, bleibt jedoch weiterhin eine Priorität der Regierung. Im Juni 2025 führte Brasilien eine Pauschalsteuer von 17,5 % auf Krypto-Kapitalgewinne ein, die auch für Offshore- und Self-Custody-Bestände gilt. Zuvor waren Gewinne aus Krypto-Verkäufen bis zu 35.000 brasilianischen Real pro Monat steuerfrei, während höhere Beträge progressiv mit 15 % bis 22,5 % besteuert wurden. Im November 2025 erließ die Zentralbank neue Vorschriften, die Stablecoin-Transfers als Devisentausch behandeln und denselben Steuergesetzen unterwerfen. Zudem prüft die Regierung, Kryptowährungen für internationale Zahlungen zu besteuern und die Meldevorschriften an das Crypto-Asset Reporting Framework (CARF) anzupassen.