Vietnam lizenziert Kryptobörsen, plant Verbot ausländischer Anbieter
Vietnam startet ein Lizenzprogramm für Kryptobörsen, wählt fünf Firmen aus und plant ein Verbot ausländischer Plattformen. Offizielle Genehmigungen stehen noch aus.
Vietnam treibt ein Pilotlizenzierungsprogramm für lokale Kryptowährungsbörsen voran. Fünf Unternehmen, darunter Tochtergesellschaften von Techcombank, VPBank, LPBank, VIX Securities und Sun Group, haben laut Berichten die erste Qualifikationsrunde bestanden. Die Regierung plant, den Handel auf ausländischen Plattformen einzuschränken und arbeitet an Vorschriften, die vietnamesischen Staatsbürgern die Nutzung ausländischer Kryptobörsen untersagen. Das Pilotprogramm, das im September 2025 begann und auf fünf Jahre angelegt ist, verlangt von lizenzierten Börsen ein Mindestkapital von 10 Billionen VND. Zudem wird der ausländische Anteil auf 49 % begrenzt. Für Krypto-Transaktionen über lizenzierte Plattformen ist eine Einkommensteuer von 0,1 % vorgesehen. Einige Quellen betonen jedoch, dass offizielle Genehmigungen noch ausstehen und der Prozess weiterhin streng reguliert wird. Die Initiative ist Teil umfassenderer Bemühungen, die Aufsicht über den Kryptomarkt zu verstärken und Kapitalflüsse zu steuern. Sie spiegelt Vietnams hohe globale Position bei der Krypto-Adoption und die Beliebtheit digitaler Vermögenswerte bei lokalen Investoren wider.