Südkorea überarbeitet Regeln für Krypto-Beschlagnahmen
Südkorea führt neue Richtlinien für beschlagnahmte Kryptowährungen ein und plant bis 2026 die Auswahl eines privaten Verwahrers, um Sicherheit und Compliance zu verbessern.
Die südkoreanische Polizei hat neue Richtlinien für den Umgang mit beschlagnahmten Kryptowährungen eingeführt. Dazu zählen auch auf Privatsphäre ausgerichtete Assets wie Darkcoins. Anlass waren Vorfälle mit Fehlverwaltung und Verlusten digitaler Vermögenswerte. Das neue Rahmenwerk legt Compliance-Verfahren für jede Phase des Beschlagnahmeprozesses fest. Es sieht Hot-Wallet-Systeme zur sicheren Aufbewahrung hochgradig anonymer digitaler Assets vor. Bis Mitte 2026 soll zudem ein privater Krypto-Verwahrer ausgewählt werden, um die Sicherheit weiter zu erhöhen und internationale Standards zu erfüllen. Die Richtlinien schließen Lücken im bisherigen System, standardisieren das Management beschlagnahmter virtueller Assets und geben Beamten klare Vorgaben. Mehrere Unternehmen bewerben sich um den lukrativen Auftrag, denn Südkoreas beschlagnahmte Krypto-Bestände übersteigen inzwischen 54 Milliarden Won. Die neuen Regeln markieren eine grundlegende Überarbeitung im Umgang mit digitalen Vermögenswerten, insbesondere Privacy Coins.