Polymarket klagt gegen Massachusetts wegen Prognosemarkt
Polymarket verklagt Massachusetts und fordert, dass nur Bundesbehörden Prognosemärkte regulieren dürfen. Die Klage richtet sich gegen die Anwendung von Glücksspielgesetzen auf die Plattform.
Polymarket hat eine Bundesklage gegen Massachusetts eingereicht und stellt damit die Befugnis des Bundesstaates in Frage, seine dezentrale Prognosemarkt-Plattform zu regulieren. Das Unternehmen argumentiert, dass ausschließlich die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) für ereignisbasierte Verträge zuständig sei. Diese sollten als bundesweit regulierte Finanzinstrumente und nicht als staatlich regulierte Glücksspielprodukte behandelt werden. Die Klage erfolgt vor dem Hintergrund verstärkter Überprüfungen von Prognosemärkten. Gerichte in Massachusetts und Nevada haben kürzlich sportbezogene Prognosemärkte vorübergehend verboten und Plattformen wie Kalshi verpflichtet, den Zugang für Einwohner dieser Bundesstaaten einzuschränken. Polymarket betont, dass die Durchsetzung einzelstaatlicher Glücksspielgesetze zu uneinheitlichen Vorschriften, Störungen im nationalen Betrieb sowie Nachteilen bei Liquidität und Geschäftsbeziehungen führen würde. Die Klage soll Massachusetts an der Verhängung von Strafen hindern und klären, ob Prognosemärkte unter bundesstaatliche oder einzelstaatliche Aufsicht fallen – eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen für die Regulierung blockchain-basierter Finanzplattformen in den USA.