Brasilien will algorithmische Stablecoins verbieten

Brasilien plant ein Verbot algorithmischer Stablecoins, verlangt vollständige Reserve-Deckung und verschärft Strafen. Ausländische Stablecoins sind nur mit Lizenz erlaubt. Das Gesetz wartet auf weitere Genehmigungen.

Brasilien arbeitet an einer Gesetzgebung, die algorithmische Stablecoins verbieten und für alle Stablecoins eine vollständige Deckung durch segregierte Reservewerte vorschreiben würde. Der Gesetzentwurf 4.308/2024, der vom Ausschuss für Wissenschaft, Technologie und Innovation genehmigt wurde, untersagt die Emission und den Handel von Stablecoins, deren Wert durch Algorithmen oder Code statt durch Sicherheiten gehalten wird. Dies betrifft Modelle wie Ethena’s USDe und Frax. Der Entwurf sieht strenge Transparenzanforderungen vor und stuft die Emission nicht gedeckter Stablecoins als Finanzbetrug ein, mit Strafen von bis zu acht Jahren Haft. Im Ausland emittierte Stablecoins wie Tether’s USDT und Circle’s USDC wären nur erlaubt, wenn sie von lizenzierten Unternehmen in Brasilien angeboten werden. Dieser Schritt erfolgt, da Stablecoins rund 90 % des Krypto-Transaktionsvolumens in Brasilien ausmachen. Das Land wird damit zu einem wichtigen Testfall für globale Kryptoregulierung. Die Gesetzgebung muss noch weitere Genehmigungen erhalten, bevor sie in Kraft tritt.

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