Bitcoin-Geldautomaten in Nairobi trotz fehlender Lizenzen
Bitcoin-Geldautomaten tauchen in Nairobis Einkaufszentren nach Kenias neuem Kryptogesetz auf, doch Behörden warnen: Kein Betreiber ist bislang lizenziert. Die Automaten bieten Bargeld-zu-Krypto-Dienste und zeigen eine Lücke zwischen Gesetz und Umsetzung.
Bitcoin-Geldautomaten mit dem Branding „Bankless Bitcoin“ sind in großen Einkaufszentren Nairobis wie dem Two Rivers Mall, in Westlands und entlang der Ngong Road aufgetaucht, kurz nachdem Kenia sein erstes umfassendes Kryptogesetz, den Virtual Assets Service Providers Act von 2025, verabschiedet hat. Diese Automaten bieten Bargeld-zu-Krypto-Dienste an und befinden sich neben traditionellen Bankkiosken, wodurch Kryptowährungstransaktionen in den Mainstream-Einzelhandel gelangen. Trotz des neuen Gesetzes haben kenianische Aufsichtsbehörden, darunter die Zentralbank von Kenia und die Capital Markets Authority, darauf hingewiesen, dass bisher keine Virtual Asset Service Providers (VASPs) unter dem neuen Rahmenwerk lizenziert wurden. Das Finanzministerium arbeitet noch an den detaillierten Vorschriften, die für den Beginn des Lizenzierungsprozesses erforderlich sind, und jedes Unternehmen, das behauptet, autorisiert zu sein, handelt illegal. Dadurch entsteht eine sichtbare Lücke: Die Krypto-Infrastruktur breitet sich in öffentlichen Räumen aus, während eine offizielle Genehmigung fehlt. Die Situation verdeutlicht sowohl das wachsende Interesse an Kryptowährungen in Kenia als auch die regulatorischen Herausforderungen beim Verbraucherschutz und der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben.