GENIUS Act: Kritik an Stablecoin-Regulierung in den USA
NY-Staatsanwälte kritisieren den GENIUS Act: Er schützt Stablecoin-Emittenten wie Tether und Circle stärker als Verbraucher und enthält zu wenig Regulierung gegen Betrug.
New Yorker Staatsanwälte üben scharfe Kritik am GENIUS Act, einem geplanten Bundesgesetz zur Regulierung von Stablecoins in den USA. Sie bemängeln, dass das Gesetz erhebliche Schwächen bei der Bekämpfung von Betrug aufweist und Stablecoin-Emittenten wie Tether und Circle möglicherweise rechtliche Immunität verschafft. Die Staatsanwälte argumentieren, dass der GENIUS Act den Schutz der Emittenten über den Verbraucherschutz stellt. Es fehle an echten Beschränkungen, und Unternehmen würden nicht verpflichtet, gestohlene Gelder an Opfer zurückzuzahlen. Tether und Circle wird vorgeworfen, von Straftaten mit Stablecoins zu profitieren, während Maßnahmen zum Nutzerschutz als unzureichend gelten. Schätzungen zufolge haben beide Unternehmen 2024 jeweils rund 1 Milliarde US-Dollar durch Investitionen von Reservegeldern verdient, auch mit gestohlenen oder eingefrorenen Vermögenswerten. Die Kritik konzentriert sich auf das Versagen des Gesetzes, ausreichende Rechenschaftspflicht und Aufsicht sicherzustellen, was Verbraucher und das Finanzsystem Risiken aussetzt.