Coinbase sieht sich Insiderhandelsklage über 2,9 Mrd. USD gegenüber

Delaware-Richter lässt Klage gegen Coinbase-Direktoren wegen angeblichen Insiderhandels beim 2021er Direct Listing zu – trotz interner Entlastung und Interessenkonflikten.

Ein Richter in Delaware hat eine Aktionärsklage gegen Coinbase-Direktoren wegen angeblichen Insiderhandels zugelassen, obwohl eine interne Untersuchung die Führungskräfte entlastet hatte. Die im Jahr 2023 eingereichte Klage wirft den Direktoren, darunter Brian Armstrong und Marc Andreessen, vor, vertrauliche Informationen genutzt zu haben, um beim Coinbase-Direct Listing 2021 Aktien im Wert von über 2,9 Milliarden US-Dollar zu verkaufen und so Verluste von mehr als 1 Milliarde US-Dollar zu vermeiden. Armstrong soll fast 292 Millionen US-Dollar verkauft haben, während Andreessen über seine Venture-Firma rund 119 Millionen US-Dollar veräußerte. Im Mittelpunkt steht Coinbases Entscheidung, per Direct Listing an die Börse zu gehen, was Insidern den sofortigen Verkauf von Aktien ohne traditionelle Lockup-Beschränkungen ermöglichte. Richterin Kathaleen St. J. McCormick äußerte Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit eines Mitglieds des Sonderausschusses für Rechtsstreitigkeiten, da geschäftliche Verbindungen zu Andreessen bestanden. Dies untergrub die Glaubwürdigkeit der internen Überprüfung. Trotz des entlastenden Berichts sah das Gericht genügend Interessenkonflikte, um die Klage weiterzuführen.

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