Malaysia: 1,1 Mrd. USD Stromverlust durch Krypto-Mining

Illegaler Krypto-Mining verursachte seit 2020 in Malaysia Stromverluste von über 1,1 Mrd. USD bei fast 14.000 Standorten. Behörden gehen dagegen vor, doch regulatorische Lücken bleiben.

Illegaler Krypto-Mining in Malaysia hat zwischen 2020 und August 2024 zu Stromverlusten von über 1,1 Milliarden US-Dollar für das nationale Energieversorgungsunternehmen geführt. Die Behörden entdeckten fast 14.000 Standorte, an denen mit ausgeklügelten Methoden Strom gestohlen wurde, darunter Manipulationen an Stromzählern und direkte Anschlüsse an das Stromnetz. Diese Operationen, die häufig von angemieteten Geschäften, Wohnungen und Lagerhäusern aus betrieben wurden, verbrauchten Strommengen, die mit Wohnblocks vergleichbar sind, und wechselten oft den Standort, um einer Entdeckung zu entgehen. Die Zahl der Stromdiebstähle im Zusammenhang mit Krypto-Mining stieg von 2018 bis 2024 um 300 % und lag im Durchschnitt bei über 2.300 Fällen pro Jahr. Gemeinsame Durchsetzungsmaßnahmen führten zur Beschlagnahmung Tausender Mining-Geräte und zur Schließung illegaler Anlagen. Als Reaktion darauf hat das Energieunternehmen intelligente Zähler eingeführt, eine Datenbank verdächtiger Standorte aufgebaut und prüft den Einsatz von künstlicher Intelligenz zur Erkennung ungewöhnlicher Verbrauchsmuster. Trotz des Ausmaßes des Problems bestehen weiterhin regulatorische Lücken, da es keine spezifischen Lizenzen oder Strompreisregelungen für Krypto-Mining gibt, was die Durchsetzung und Einhaltung erschwert.

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