Crypto.coms internes Market Making für Sportwetten sorgt für Kontroversen

Crypto.com baut ein internes Market-Making-Team für Sportprognosemärkte auf und handelt direkt gegen Kunden. Dies löst Debatten über Fairness, Transparenz und Regulierung aus.

Crypto.com stellt einen Quant-Trader sowie ein internes Market-Making-Team ein, um Liquidität für die eigenen Sportprognosemärkte bereitzustellen – ein Schritt, der Debatten über Fairness und Transparenz ausgelöst hat. Die neuen Mitarbeiter handeln direkt gegen Kunden, indem sie Verträge auf Sportereignisse kaufen und verkaufen, mit dem Ziel, Gewinne zu maximieren und Risiken zu steuern. Kritiker bemängeln, dass diese Praxis die Grenze zwischen neutraler Börse und Wettanbieter verwischt und Interessenkonflikte sowie potenzielle Vorteile wie Zugang zu proprietären Daten oder Order Flow befürchten lässt. Crypto.com betont, dass interne Market Maker keine bevorzugten Informationen erhalten und die Aktivität kein Profitcenter sei, sondern für einen reibungslosen Marktbetrieb sorge. Das Unternehmen weist zudem darauf hin, dass Market Maker einen Vorsprung von drei Sekunden bei Sportkontrakten erhalten können – eine Praxis, die laut Crypto.com vollständig offengelegt und CFTC-konform ist. Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender regulatorischer Kontrolle, da einige US-Bundesstaaten Sportwetten-Kontrakte stoppen und der Wettbewerb zwischen Plattformen wie Polymarket und Kalshi zunimmt.

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