Moderna-Aktie fällt trotz Erfolg bei Melanom-Impfstoff

Moderna fiel um bis zu 26 %, nachdem Studiendaten zum Melanom-Impfstoff mit Merck veröffentlicht wurden. Trotz 42 % Risikoreduktion enttäuschten die Ergebnisse die Markterwartungen.

Die Aktien von Moderna brachen um bis zu 26 % ein, nachdem vorzeitig Ergebnisse der Phase-3-Studie ihres personalisierten mRNA-Impfstoffs gegen Melanom, entwickelt mit Merck, bekannt wurden. Die Daten zeigten eine Reduktion des Rezidiv- oder Sterberisikos um 42 % und des Risikos für Fernmetastasen um 38 % im Vergleich zu Keytruda allein. Trotz dieser positiven Resultate reagierte der Markt negativ. Grund dafür waren überhöhte Erwartungen und eine typische „Sell the News“-Reaktion. Die INTerpath-001-Studie mit 1.137 Teilnehmern und einer Nachbeobachtungszeit von 24,6 Monaten berichtete über ein rezidivfreies Überleben von 82,2 % nach zwei Jahren mit der Kombinationstherapie gegenüber 70 % in der Kontrollgruppe. Auch Merck verzeichnete einen leichten Kursrückgang. Die klinischen Ergebnisse gelten jedoch als solide, und beide Unternehmen planen, nach den vielversprechenden Daten regulatorische Gespräche zu führen.