Rocket Lab-Aktie fällt nach Neutron-Startverschiebung
Rocket Lab verschiebt Neutron-Start auf 2027 wegen Fertigungsfehlern. Die Aktie fällt bis zu 15 %. Verzögerung erschwert Markteintritt, trotz starker Umsätze und Auftragslage.
Rocket Lab hat den Erststart seiner Neutron-Trägerrakete von Ende 2026 auf 2027 verschoben. Grund dafür sind Herstellungsfehler bei wichtigen Carbon-Composite-Bauteilen, insbesondere an der Kuppel des Treibstofftanks der ersten Stufe. Bereits im Januar kam es zu einem Tankbruch während eines Tests. Die Verzögerung führte zu einem deutlichen Kursrückgang der Rocket Lab-Aktie (RKLB), die an einem Tag um 10–15 % fiel und im Jahresverlauf rund 25 % verloren hat. Analysten senkten daraufhin ihre Kursziele, bewerten die Aktie aber überwiegend weiterhin als Kauf. Die Verschiebung erschwert Rocket Labs Eintritt in den wettbewerbsintensiven Markt für mittelgroße Trägerraketen und erhöht die Risiken bezüglich F&E-Kosten und der Realisierung kommerzieller Umsätze. Trotz des Rückschlags läuft das Electron-Startgeschäft weiter, mit Rekordumsätzen und starkem Auftragsbestand. Dennoch verlagerten einige Investoren ihren Fokus auf andere Raumfahrtaktien.