Yen-Schwäche: Prognosen von Goldman Sachs und HSBC
Goldman Sachs und HSBC erwarten weitere Yen-Schwäche, USD/JPY bei 165 in einem Jahr. Societe Generale sieht anhaltende Dollar-Stärke, Bitcoin profitiert von Carry Trades.
Goldman Sachs hat seine Prognose für USD/JPY angepasst und erwartet nun, dass der Yen innerhalb eines Jahres auf 165 pro US-Dollar abwertet – zuvor lag das Ziel bei 155. Diese Änderung spiegelt die anhaltenden US-Renditevorteile, fiskalische Belastungen Japans und ein starkes Dollar-Umfeld wider. Auch HSBC-Strategen rechnen bis mindestens Mitte 2027 mit einer anhaltenden Stärke des US-Dollars gegenüber dem Yen. Sie verweisen auf große Zinsdifferenzen und selektive Interventionen japanischer Behörden. Analysten der Societe Generale erwarten, dass die Dollar-Stärke bis in die zweite Hälfte 2026 anhält, gestützt durch robuste US-Wachstumserwartungen. Unterdessen hat sich Bitcoin über 63.000 US-Dollar erholt. Analysten meinen, dass eine weitere Yen-Schwäche zusätzliche Rallyes durch verstärkte Carry Trades auslösen könnte. Der Rückgang des Yen auf Mehrjahrzehnttiefs wird auf graduelle Zinserhöhungen der Bank of Japan, hohe US-Staatsanleiherenditen sowie Sorgen über Japans Staatsausgaben und Verschuldung zurückgeführt.