Ölkonzerne warnen vor Preissprung durch Rekordtiefs
ExxonMobil und Chevron warnen vor Rekordtiefs bei Ölbeständen, was Brent-Preise auf 150–160 US-Dollar pro Barrel treiben und starke Marktvolatilität verursachen könnte.
ExxonMobil und Chevron warnen, dass die globalen Ölbestände auf ein beispiellos niedriges Niveau sinken und in wenigen Wochen Rekordtiefs erreichen könnten. Neil Chapman von ExxonMobil erklärte auf einer Konferenz in New York, dass die Welt sich noch nie dagewesenen Lagerbeständen nähert. Sobald diese erreicht sind, könnte der Brent-Ölpreis auf 150 bis 160 US-Dollar pro Barrel steigen. Auch Mike Wirth von Chevron äußerte ähnliche Bedenken und betonte, dass Marktreserven und Puffer stetig abgebaut werden. Die Internationale Energieagentur meldete, dass die Reserven in historischem Tempo verbraucht werden. Allein im März gaben die Mitgliedsstaaten 400 Millionen Barrel frei. Die Schließung der Straße von Hormus verschärft die Lage zusätzlich, da dadurch etwa 14 Millionen Barrel pro Tag aus dem globalen Angebot entfernt wurden. Analysten weisen darauf hin, dass die kommerziellen Lagerbestände schwächer sind als die offiziellen Zahlen vermuten lassen, was Sorgen über Energieengpässe und erhebliche Preisvolatilität schürt.