US-Arbeitsmarkt verfehlt Erwartungen, Dynamik lässt nach
US-Privatbeschäftigung stieg im August nur um 38.000–54.000, verfehlte die Erwartungen und signalisiert eine Verlangsamung. Auch das Lohnwachstum für Jobwechsler nahm ab.
Die US-Privatbeschäftigung stieg im August laut ADP-Bericht nur um 38.000 Stellen und verfehlte damit die erwarteten 47.000 – der geringste Zuwachs seit Januar. Besonders außerhalb von Gesundheitswesen und Bildung war ein deutlicher Einstellungsrückgang zu beobachten. Branchen wie Fertigung und professionelle Dienstleistungen verzeichneten sogar Stellenverluste. Ein weiterer Bericht meldete 54.000 neue Jobs, ebenfalls unter den Markterwartungen von 68.000. Das Lohnwachstum für Jobwechsler verlangsamte sich von 7,5 % auf 7,3 %. Diese Zahlen verstärken die Wahrnehmung eines abkühlenden US-Arbeitsmarkts und erhöhen die Unsicherheit vor dem offiziellen Nonfarm Payrolls-Bericht. Die Daten beeinflussten die Finanzmärkte, stärkten den US-Dollar und führten dazu, dass Investoren defensive Sektoren wie das Gesundheitswesen bevorzugten. Die Kombination aus schwächerer Beschäftigung und verlangsamtem Lohnwachstum entfacht erneut die Debatte über die Fähigkeit der Federal Reserve, Beschäftigung und Inflation auszubalancieren.