Krise in Hormus: Angriffe und Handelsroutenstopp
Iran griff einen Frachter an, was US-Bombardements und die Kanalschließung auslöste. Märkte erwarten weitere Spannungen und mögliche Luftraumsperrung.
Die Spannungen in der Straße von Hormus verschärften sich nach einem iranischen Angriff auf den singapurischen Frachter Ever Lovely. Damit wurde ein US-Ultimatum herausgefordert und ein im Juni unterzeichnetes Waffenstillstandsabkommen verletzt. Die USA reagierten mit einer dritten Bombenwelle und griffen rund 140 iranische Militäreinrichtungen als Vergeltung für Angriffe auf Handelsschiffe an. Der zypriotische Containerschiff M/V GFS Galaxy wurde nach einem Brand und dem Verschwinden eines Besatzungsmitglieds außer Betrieb gesetzt. Die Islamische Revolutionsgarde verkündete die unbefristete Schließung des Kanals für jeglichen Schiffsverkehr. Ein US-Angriff traf zudem einen Hügel nahe der Kangan-Autobahn und beeinträchtigte potenzielle Radar- und Luftverteidigungsstandorte. Die Märkte reagieren skeptisch auf eine Normalisierung des Seeverkehrs vor dem 31. August und erwarten eine erhöhte Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Schließung des iranischen Luftraums vor dem 31. Juli.