Trump droht mit Entlassung Powells, Warsh-Nominierung stockt
Trump droht, Powell zu entlassen. Warshs Nominierung stockt im Senat, was Unsicherheit an den Märkten und Debatten um die Fed-Unabhängigkeit verstärkt.
Donald Trump hat seine Kritik an US-Notenbankchef Jerome Powell verschärft. In mehreren Interviews erklärte er, Powell entlassen zu wollen, falls dieser nach Ablauf seiner Amtszeit im Mai nicht von selbst zurücktritt. Trump äußerte Unzufriedenheit mit Powells Leistung und verwies auf die laufende Untersuchung des Justizministeriums gegen Powell sowie auf das Renovierungsprojekt der Fed-Zentrale. Als Nachfolger nominierte Trump Kevin Warsh. Dessen Bestätigung im Senat stößt jedoch auf Widerstand, insbesondere weil gefordert wird, dass die DOJ-Untersuchung gegen Powell zuvor abgeschlossen wird. Diese Situation erhöht die politische und marktbezogene Unsicherheit. Analysten warnen, dass Bedrohungen der Unabhängigkeit der Fed zu höheren Risikoaufschlägen auf den US-Dollar und zu erhöhter Volatilität führen könnten. Prognosemärkte zeigen gemischte Erwartungen hinsichtlich Warshs Bestätigung, mit Wahrscheinlichkeiten zwischen 43 % und 95 %. Die Debatte über präsidiale Befugnisse gegenüber der Federal Reserve und die Auswirkungen auf die Finanzmärkte verschärft sich.