iRobot meldet Insolvenz an: Aktionäre verlieren alles, Picea übernimmt
iRobot meldet Insolvenz nach Chapter 11 an und wird von Shenzhen Picea Robotics übernommen. Alle Stammaktien und 264 Mio. USD Schulden werden gestrichen. Betrieb läuft weiter, Aktionäre gehen leer aus.
Die iRobot Corporation, bekannt für ihre Roomba-Saugroboter, hat in Delaware einen Antrag auf vorgepackten Insolvenzschutz nach Chapter 11 gestellt und einer gerichtlich überwachten Restrukturierung zugestimmt, bei der Shenzhen Picea Robotics 100 % der Unternehmensanteile übernimmt. Der Restrukturierungsplan, der von iRobots Hauptgläubiger und Vertragshersteller unterstützt wird, sieht die Streichung von rund 264 Millionen US-Dollar Schulden vor, darunter 190 Millionen aus einem Darlehen von 2023 und 74 Millionen aus Fertigungsverpflichtungen. Alle bestehenden Stammaktien werden annulliert, sodass Aktionäre keinen Ausgleich erhalten. Der Unternehmenswert von iRobot fiel von 3,56 Milliarden US-Dollar im Jahr 2021 auf etwa 140 Millionen, bedingt durch schwache Umsätze, verstärkten Wettbewerb, Zölle und die gescheiterte Amazon-Übernahme. Trotz der Insolvenz sollen Betrieb, Kundenprogramme und Lieferkette ohne Unterbrechung fortgeführt werden; Gläubiger und Lieferanten sollen vollständig bezahlt werden. Das Chapter-11-Verfahren soll bis Februar 2026 abgeschlossen sein, danach wird iRobot als Privatunternehmen unter Piceas Eigentümerschaft weitergeführt.