Tether stoppt Bitcoin-Mining-Projekt in Uruguay

Tether stoppte sein 120-Mio.-Dollar-Bitcoin-Mining-Projekt in Uruguay nach einem Streit mit UTE über Stromlieferbedingungen und unbezahlte Rechnungen.

Tether hat sein Bitcoin-Mining-Projekt in Uruguay, das auf 120 Millionen US-Dollar geschätzt wurde, gestoppt. Grund dafür war ein Vertragsstreit mit dem staatlichen Energieversorger UTE. Der Konflikt drehte sich um die Auslegung der Stromlieferbedingungen: Während Tether das vereinbarte Stromvolumen als Mindestmenge ansah, betrachtete UTE es als feste Obergrenze. Anfangs liefen die Mining-Standorte im Departamento Florida erfolgreich und generierten Einnahmen. Mit steigendem Strombedarf kam es jedoch zu Engpässen. Ein Versuch, den Streit durch einen neuen Vertrag zu lösen, scheiterte, da Tether-Vertreter nicht zur Unterzeichnung erschienen. Nach dem Regierungswechsel im März 2025 verschärfte UTE seine Position. Die lokale Tether-Tochter Microfin stellte zwei Monate später die Stromzahlungen ein und kündigte im Juni die Vertragsauflösung an. Am 25. Juli 2025 kappte UTE die Stromversorgung, woraufhin Tether den Betrieb einstellte und die meisten Mitarbeiter entließ. Das Projekt galt ursprünglich als Tethers Einstieg in den südamerikanischen Mining-Sektor.

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