Keel Infrastructure setzt auf KI und HPC statt Mining

Keel Infrastructure steigt aus dem US-Bitcoin-Mining aus, meldet im Q2 2026 einen Umsatzrückgang um 50 % und erhebliche Verluste, während das Unternehmen auf KI- und HPC-Infrastruktur umschwenkt.

Keel Infrastructure, ehemals Bitfarms, zieht sich vollständig aus dem US-Bitcoin-Mining zurück und wird bis Mitte 2026 alle amerikanischen Mining-Standorte, einschließlich Moses Lake, schließen. Im April 2026 erfolgte die Umfirmierung, wobei der Fokus nun auf künstliche Intelligenz (KI) und High-Performance-Computing (HPC)-Infrastruktur liegt. Im zweiten Quartal 2026 sank der Umsatz im Jahresvergleich um 50 % auf rund 30 Millionen US-Dollar und blieb damit hinter den Erwartungen zurück. Das Unternehmen verzeichnete einen Nettoverlust zwischen 64 und 141 Millionen US-Dollar und kehrte damit frühere Gewinne um. Das bereinigte EBITDA lag mit minus 24 Millionen US-Dollar ebenfalls im negativen Bereich. Im Zuge des Rückzugs verkaufte Keel über 1.000 BTC für 75 Millionen US-Dollar, behielt 1.861 BTC und verfügte über eine Gesamtliquidität von 819 Millionen US-Dollar. Die behördliche Genehmigung zur Umwandlung von drei Standorten in Quebec in einen 96-MW-KI- und HPC-Campus wurde erteilt. Zudem befindet sich eine 2,2-GW-Entwicklungspipeline in Pennsylvania, Washington und Quebec im Aufbau. Der Strategiewechsel spiegelt den Branchentrend wider, da die Mining-Rentabilität sinkt und Stromversorgung zum wichtigsten Wachstumsfaktor wird. Mehrere Mieter verhandeln bereits über die neuen HPC-Standorte.

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