Movement Labs beantragt Insolvenz nach Token-Skandal
Movement Labs beantragt nach dem MOVE-Token-Skandal Insolvenz. Das Unternehmen wird sich unter gerichtlicher Aufsicht restrukturieren.
Movement Labs, Entwickler der Movement-Blockchain und des Ethereum Layer-2-Netzwerks, hat beim US-Konkursgericht in Delaware Insolvenz nach Chapter 11 beantragt. Vorausgegangen war ein turbulentes Jahr, das durch eine umstrittene Market-Making-Vereinbarung geprägt war. Diese ermöglichte den schnellen Verkauf von 66 Millionen MOVE-Token und führte zu einem drastischen Preisverfall, internen Untersuchungen sowie Börsensperren, etwa durch Binance. Das Unternehmen gab Verbindlichkeiten von bis zu 10 Millionen US-Dollar bei Vermögenswerten von nur 500.000 US-Dollar an. Trotz erfolgreicher Finanzierungsrunden und einer strategischen Neuausrichtung auf grenzüberschreitende Zahlungen und Stablecoin-Abwicklung stoppte der MOVE-Token-Skandal die Expansionspläne und entzog dem Ökosystem Liquidität. Unter Subchapter V wird Movement Labs nun unter gerichtlicher Aufsicht weiterarbeiten und sich restrukturieren. Gläubiger können bis zum 14. September Forderungen anmelden. Die Zukunft des Netzwerks und der Partnerschaften bleibt ungewiss, während das Unternehmen strategische Alternativen prüft.