Kraken streicht Jobs, verschiebt IPO auf 2027 – KI und Wachstum
Kraken baut 150 Stellen ab, verschiebt den US-Börsengang auf 2027. Trotz Herausforderungen stieg der Umsatz im Q1 2026 um 3 % auf 507 Mio. USD. Das Derivategeschäft wächst um 51 %. Übernahmen und Expansion gehen weiter.
Kraken und seine Muttergesellschaft Payward haben angesichts schwieriger Marktbedingungen im Kryptosektor bedeutende Veränderungen vorgenommen. Rund 150 Stellen, etwa 5 % der Belegschaft, wurden abgebaut. Die Kürzungen begründet das Unternehmen mit einer gesteigerten operativen Effizienz durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz – ein Trend, dem auch andere Kryptofirmen folgen. Trotz der Entlassungen meldete Payward für das erste Quartal 2026 einen bereinigten Umsatz von 507 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von 3 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders stark entwickelte sich das Derivategeschäft mit einem Plus von 51 %. Die Zahl der finanzierten Konten stieg um 47 % auf 6,1 Millionen, während die auf der Plattform verwalteten Vermögenswerte 40 Milliarden US-Dollar erreichten. Payward setzt weiterhin auf aggressive Übernahmen und investierte rund 2,65 Milliarden US-Dollar in Unternehmen wie NinjaTrader, Bitnomial und Reap Technologies. Der ursprünglich für 2026 geplante US-Börsengang wurde jedoch verschoben und könnte nun 2027 stattfinden. Das Unternehmen sucht weiterhin privates Kapital zu einer Bewertung von 20 Milliarden US-Dollar, was unter dem Höchststand von Ende 2025 liegt.