Cipher Digital verfehlt Q4-Ziele, setzt auf HPC und Rebranding
Cipher Digital verfehlte im Q4 2025 die Erwartungen, meldete 60 Mio. USD Umsatz und 55 Mio. USD Verlust. Nach Rebranding setzt das Unternehmen auf HPC-Rechenzentren und sicherte neue Großverträge und Finanzierungen.
Cipher Digital, ehemals Cipher Mining, veröffentlichte enttäuschende Zahlen für das vierte Quartal 2025. Der Umsatz lag mit 60 Millionen US-Dollar deutlich unter den Analystenerwartungen von 84,4 Millionen US-Dollar. Zudem wies das Unternehmen einen bereinigten Nettoverlust von 55 Millionen US-Dollar aus. Der Verlust pro Aktie betrug 0,14 US-Dollar und lag damit über der Prognose von 0,06 US-Dollar. Im Zuge anhaltender Umstellungskosten führte Cipher Digital ein Rebranding durch und verlagerte das Geschäftsmodell vom Bitcoin-Mining hin zu High-Performance-Computing (HPC) Rechenzentren. Das Unternehmen sicherte sich 600 Megawatt Kapazität durch langfristige Verträge mit Amazon Web Services, Fluidstack und Google. Zur Finanzierung neuer Rechenzentren in Barber Lake und Black Pearl wurden 3,73 Milliarden US-Dollar über Anleiheemissionen aufgenommen. Cipher veräußerte zudem seine 49%-Beteiligungen an drei Mining-Joint-Ventures für rund 40 Millionen US-Dollar in Aktien und verschlankte so die Geschäftsstruktur. Die Aktie fiel im vorbörslichen Handel zunächst um 5 %, erholte sich jedoch später. Das Management sieht 2025 als Jahr des Wandels mit Fokus auf den Ausbau fortschrittlicher Rechenzentren und die Vermietung von Kapazitäten an KI-Unternehmen.