Gemini in der Krise: Entlassungen und Marktausstiege
Gemini baut 25 % der Stellen ab, zieht sich aus UK, EU und Australien zurück und verliert Top-Manager. Der Aktienkurs fiel seit dem IPO um über 80 %. Analysten kritisieren gescheiterte Strategien.
Gemini, eine führende Kryptowährungsbörse, steckt in einer schweren Krise. Anfang 2026 kündigte das Unternehmen einen weltweiten Stellenabbau von 25 % an, was rund 200 Mitarbeitende betrifft. Gleichzeitig zog sich Gemini aus Großbritannien, der EU und Australien zurück. Diese Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund eines massiven Preisverfalls bei Krypto-Assets. Seit dem Börsengang im September 2025 ist der Aktienkurs von Gemini um über 80 % eingebrochen. Zudem verließen mehrere Top-Manager wie COO, CFO und CLO das Unternehmen, ohne dass externe Nachfolger benannt wurden. Steigende Betriebskosten und sinkende Einnahmen zwingen Gemini, sich auf die USA und Singapur zu konzentrieren. Der Fokus liegt nun auf Verwahrungsdiensten und Prediction Markets. Kundenkonten in den betroffenen Regionen werden im März und April 2026 auf reine Auszahlungsmodi umgestellt. Analysten sehen gescheiterte Wachstumsstrategien und den Verlust von Marktanteilen als Hauptursachen der Krise.