Bitfarms setzt auf KI statt Bitcoin: 1 Mrd. Pivot & Umsatzrückgang
Bitfarms verlagert sich vom Bitcoin-Mining zu KI und HPC, rüstet seine Washington-Anlage bis 2026 um. Q3 2025 Umsatz verfehlte Erwartungen, Liquidität stieg aber auf über 1 Mrd. US-Dollar. Fokus liegt auf nordamerikanischen Projekten.
Bitfarms beschleunigt den Wandel vom Bitcoin-Mining hin zu High-Performance Computing (HPC) und Infrastruktur für künstliche Intelligenz (KI). Das Unternehmen plant, seine Anlage im US-Bundesstaat Washington bis Dezember 2026 vollständig umzurüsten und fortschrittliche Flüssigkühlungssysteme sowie Nvidia GB300 GPUs zu installieren. Dies wird durch eine Vereinbarung über 128 Millionen US-Dollar mit einem großen US-Rechenzentrumspartner unterstützt. Der Schritt soll ein höheres Netto-Betriebsergebnis als das bisherige Bitcoin-Mining erzielen. Im dritten Quartal 2025 meldete Bitfarms einen Umsatz von 69 Millionen US-Dollar, was die Analystenerwartungen um 16,7 % verfehlte, und einen Nettoverlust von 0,02 US-Dollar pro Aktie. Trotz des verfehlten Ergebnisses sammelte Bitfarms 588 Millionen US-Dollar durch Wandelanleihen ein, erhöhte die Liquidität auf über 1 Milliarde US-Dollar und treibt Projekte an den Standorten Panther Creek und Sharon voran. Das Unternehmen stellte den Betrieb in Argentinien und Paraguay ein, um sich auf nordamerikanische Energieprojekte zu konzentrieren, verkaufte 185 BTC für 22 Millionen US-Dollar und startete ein Aktienrückkaufprogramm. Die Bitfarms-Aktie liegt seit Jahresbeginn deutlich im Plus, doch Analysten bleiben angesichts negativer Ergebnisentwicklungen vorsichtig.