ENS DAO: Gründer blockiert Council-Verlängerung

ENS DAO: Gründer blockiert mit 50 % Stimmkraft die Security Council-Verlängerung. Dies entfacht Debatten über Zentralisierung und führt zu neuen Governance-Vorschlägen.

Die ENS DAO steht vor einer schweren Governance-Krise, nachdem Mitbegründer Nick Johnson seine beträchtliche Stimmkraft – rund 50 % des aktiven Angebots bzw. 3,26 Millionen ENS-Token – genutzt hat, um die Verlängerung des Security Council um zwei Jahre zu blockieren. Der Vorschlag hatte eine erste Off-Chain-Snapshot-Abstimmung bestanden, doch Johnson enthielt sich zunächst und stimmte später gegen den verbindlichen On-Chain-Vorschlag. Er begründete dies mit Bedenken bezüglich der aktuellen Council-Struktur und der Vetorechte. Seine entscheidende Stimme führte zum Scheitern des Vorschlags und löste heftige Kritik sowie eine Debatte innerhalb der Community über Zentralisierung und die Konzentration von Stimmrechten aus. Als Reaktion wurde ein alternativer Vorschlag eingebracht, der einen neuen achtköpfigen Council vorsieht und die Schwelle für die Annullierung von Timelocked-Proposals erhöhen soll. Die ENS DAO Treasury hält über 350 Millionen US-Dollar, während der Governance-Token über 95 % von seinem Allzeithoch gefallen ist. Die Kontroverse verschärft die Diskussionen über Dezentralisierung und die zukünftige Ausrichtung der DAO. Nominierungen für den neuen Council sind bis zum 3. Juli möglich.

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