Trump-nahe Krypto-Firma beantragt US-Banklizenz für Stablecoin

World Liberty Financial, unterstützt von der Trump-Familie, beantragt eine US-Trustbank-Lizenz zur Ausgabe und Verwaltung des USD1-Stablecoins – dies sorgt für Debatten über Regulierung und Interessenkonflikte.

World Liberty Financial (WLFI), ein Krypto-Unternehmen mit erheblicher Unterstützung durch die Trump-Familie, hat beim Office of the Comptroller of the Currency (OCC) einen Antrag auf eine nationale US-Trustbank-Lizenz gestellt. Der Antrag, der Ende 2024 eingereicht und durch behördliche Unterlagen bestätigt wurde, zielt darauf ab, die World Liberty Trust Company als nationale Trustbank mit Fokus auf Stablecoin-Geschäfte zu etablieren. Bei Genehmigung könnte WLFI seinen an den US-Dollar gekoppelten Stablecoin USD1 ausgeben und verwahren, der im ersten Jahr bereits über 3,3 Milliarden US-Dollar im Umlauf hat und vor allem institutionellen Kunden für grenzüberschreitende Zahlungen und Treasury-Management dient. Die Trustbank plant, digitale Retail-Banking-Dienste, Stablecoin-Emission und -Einlösung, Verwahrung und Umtauschdienste anzubieten – alles unter bundesstaatlicher Aufsicht und Einhaltung von Vorschriften wie dem GENIUS Act. Die Trump-Familie ist an einem erheblichen Anteil der Nettoeinnahmen aus Tokenverkäufen und Stablecoin-Geschäften beteiligt, was Bedenken hinsichtlich möglicher Interessenkonflikte aufwirft. Das OCC wird den Geschäftsplan, das Management, die Kapitalausstattung und das Risikomanagement besonders sorgfältig prüfen, zumal es sich um prominente Eigentümer handelt. Der Schritt hat Kontroversen und Branchendebatten ausgelöst, doch WLFI baut sein Angebot weiter aus, einschließlich Plänen für tokenisierte Real-World-Asset-Produkte.

Verwandte Token

Verwandte Nachrichten