Südkorea startet Tokenisierung von Wertpapieren ab 2027
Südkorea startet 2027 einen dreistufigen Plan zur Tokenisierung von Wertpapieren, beginnend mit institutionellen Produkten und später mit Stablecoin-basierter Abwicklung.
Südkorea hat einen dreistufigen Fahrplan zur Tokenisierung seines Wertpapiermarktes vorgestellt. Dieser umfasst Aktien, Anleihen und Fonds und startet ab Februar 2027 mit der Umsetzung neuer Wertpapiergesetze. In der ersten Phase liegt der Fokus auf institutionellen Investoren und Produkten wie privaten Geldmarktfonds, Unternehmensanleihen, nicht börsennotierten Aktien und Bruchteilsinvestments. Nicht gelistete Aktien werden dabei über Treuhandstrukturen tokenisiert. Bei erfolgreicher Umsetzung wird die zweite Phase die Tokenisierung auf alle öffentlich angebotenen Wertpapiere ausweiten. Die dritte Phase sieht die Einführung einer On-Chain-Abwicklungsinfrastruktur vor, die Stablecoin-basierte Zahlungen für tokenisierte Vermögenswerte ermöglicht. Dies hängt jedoch von der Verabschiedung entsprechender Stablecoin-Gesetze ab. Bestehende lizenzierte Finanzunternehmen dürfen tokenisierte Wertpapiere ohne neue Lizenzen verwalten. Emittenten mit Eigenverwahrung müssen Eigenkapital- und Cybersicherheitsanforderungen erfüllen. Für Privatanleger gelten Zeichnungs- und Kaufobergrenzen. Südkorea orientiert sich an internationalen Beispielen und positioniert sich als Vorreiter bei digitalen Vermögenswerten.