Israel beschleunigt Digital-Schekel und verschärft Stablecoin-Regeln
Israel treibt das Digital-Schekel-Projekt voran und verschärft die Stablecoin-Regulierung mit strikten Reserven und Transparenz, da Stablecoins systemisch relevant werden. Der digitale Schekel soll 2026 starten.
Israel beschleunigt sein Digital-Schekel-Projekt mit dem Ziel einer Einführung im Jahr 2026 und verschärft gleichzeitig die Aufsicht über Stablecoins angesichts ihrer wachsenden systemischen Bedeutung. Die Bank of Israel und andere Behörden betonen, dass Stablecoins mittlerweile eine Marktkapitalisierung von über 300 Milliarden US-Dollar und monatliche Transaktionen von 2 Billionen US-Dollar erreichen – vergleichbar mit mittelgroßen internationalen Banken. Offizielle Stellen heben hervor, dass 99 % der Stablecoin-Aktivitäten von Tether und Circle dominiert werden, was zu Konzentrations- und Systemrisiken führt. Neue regulatorische Prioritäten umfassen strikte 1:1-Reserveunterlegung, hohe Liquidität, transparente Berichterstattung und robuste Compliance-Rahmen. Der digitale Schekel soll als sicheres, für alle zugängliches Zentralbankgeld dienen, um Zahlungen zu modernisieren, den Wettbewerb zu fördern und die Abhängigkeit von ausländischen Stablecoins zu verringern. Die technische Entwicklung konzentriert sich auf Interoperabilität, Cybersicherheit und Datenschutz. Für Stablecoin-Emittenten gelten umfassende Richtlinien zu Lizenzierung, Kapitalreserven, operativer Resilienz und Verbraucherschutz. Diese Maßnahmen sollen Risiken mindern, Innovation fördern und institutionelle Investoren anziehen sowie Herausforderungen wie Skalierbarkeit und regulatorische Harmonisierung adressieren. Offizielle Empfehlungen zum digitalen Schekel werden bis Ende 2024 erwartet.