Bitchat-Downloads in Uganda steigen wegen Wahl-Blackout-Angst

Bitchat-Downloads in Uganda steigen sprunghaft, nachdem Bobi Wine zur Nutzung gegen mögliche Internetsperren bei den Wahlen aufrief. Die dezentrale App ermöglicht Offline-Kommunikation und gewinnt Nutzer angesichts von Blackout-Ängsten.

Das Interesse an der dezentralen Messaging-App Bitchat ist in Uganda stark gestiegen, nachdem Oppositionsführer Bobi Wine die Bürger dazu aufgerufen hat, das Tool vor den Parlamentswahlen 2026 zu nutzen. Wine forderte seine Unterstützer auf, Bitchat herunterzuladen, da er befürchtet, dass die Regierungspartei ähnlich wie bei früheren Wahlen Internetsperren verhängen könnte. Bitchat, entwickelt von Jack Dorsey, funktioniert über Bluetooth-Mesh-Netzwerke und ermöglicht es Nutzern, ohne Internetzugang oder persönliche Identifikation zu kommunizieren und Informationen zu teilen. Die App erlaubt die schnelle Verbreitung von Nachrichten und Bildern, wie z.B. Wahlergebnisformulare, selbst bei Ausfällen der Internetverbindung. Google Trends verzeichnete einen deutlichen Anstieg der Suchanfragen zu Bitchat in Uganda, und die App wurde in den letzten Tagen zehntausendfach heruntergeladen. Die Regierung hat zudem die Einfuhr von Starlink-Satellitenausrüstung eingeschränkt, was zusätzliche Bedenken hinsichtlich des Zugangs zu Kommunikationsmitteln aufwirft. Das auf Datenschutz ausgerichtete, dezentrale Design von Bitchat zieht Nutzer an, die inmitten politischer Spannungen und der Angst vor Informationskontrolle nach zuverlässigen Kommunikationswerkzeugen suchen.

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