Was sind Slippage, MEV-Bots, Sandwich-Attacken und Front-Running?

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Patrick Dike-Ndulue
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Du öffnest deine Wallet, wählst das Währungspaar, tippst auf Swap und erwartest, genau den angezeigten Betrag zu erhalten. Wenige Sekunden später bekommst du etwas weniger – manchmal deutlich weniger. Das nennt man Slippage. Und mit etwas Pech hat ein Bot absichtlich dafür gesorgt, dass der Verlust noch größer ausfällt.

In diesem Leitfaden erfährst du, was Slippage bedeutet, wie Swaps technisch funktionieren, was MEV-Bots sind und wie du dich davor schützen kannst.

Was ist Slippage?

Im Krypto-Bereich misst Slippage die Differenz zwischen dem Preis, den du beim Start eines Swaps siehst, und dem Preis, den du tatsächlich erhältst, wenn die Transaktion ausgeführt wird.
 

Diese Abweichung entsteht, weil sich Kurse zwischen dem Klick auf Swap und der Bestätigung der Transaktion im Netzwerk bewegen können. Slippage kann zu deinem Vorteil wirken (du bekommst mehr als erwartet) oder zu deinem Nachteil (du erhältst weniger). Meistens ist es leider Letzteres.

Wie funktionieren Swaps?

Wenn du eine Kryptowährung gegen eine andere tauschst (z. B. ETH gegen USDC), interagierst du mit einem Code auf der Blockchain. Dieser Code ist meist ein Automated Market Maker, kurz AMM.
 

Ein AMM ist im Prinzip ein großer Pool aus zwei Token. Nutzer legen Token in diese Pools und verdienen eine kleine Gebühr von Tradern, die sie nutzen. Beim Swap entnimmst du Token von der einen Seite und fügst sie der anderen hinzu.

Ein einfaches Beispiel:

Pool-Zustand

ETH im Pool

USDC im Pool

Vor deinem Swap

1000 ETH

2.000.000 USDC

Du tauschst 10 ETH gegen USDC

+10 ETH

-~19.800 USDC

Nach deinem Swap

1010 ETH

~1.980.200 USDC


Die Mathematik hinter AMMs ist die konstante Produktformel: x * y = k. Der Pool muss laut dieser Formel immer im Gleichgewicht bleiben. Je mehr USDC du abziehst, desto teurer wird jede weitere Einheit – hier greifen Price Impact und Slippage. 

Nach deinem Swap hält der Pool 1.010 ETH; um k konstant zu halten, dürfen es nur noch 1.980.198 USDC sein. Du erhältst rund 19.800 USDC, also etwa 1.980 USD pro ETH. Der Startpreis lag aber bei 2.000 USD. Die Differenz von 20 USD ist dein Price Impact: Der Markt hat sich durch deine eigene Order gegen dich bewegt.

Jetzt skaliere das hoch: Tauschst du 100 ETH statt 10, hält der Pool 1.100 ETH. k verlangt dann ~1.818.182 USDC. Du bekommst rund 181.818 USD für 100 ETH, also im Schnitt 1.818 USD pro ETH. Bei einem Startpreis von 2.000 USD ergibt sich eine Lücke von 182 USD pro Coin. 

Je größer dein Trade im Verhältnis zur Pool-Tiefe, desto schlechter wird der Kurs.

Slippage ist der Oberbegriff für all diese Effekte. Price Impact ist nur der Teil, den du selbst verursachst. Slippage umfasst aber auch Kursbewegungen zwischen Absenden und Ausführung der Transaktion. Bei Netzwerkauslastung kann diese Lücke Sekunden oder Minuten betragen. Andere Trader, Arbitrageure oder Bots können den Pool vor deiner Ausführung verschieben – du erhältst dann einen anderen Kurs, manchmal deutlich schlechter.

Deshalb verlangen DEX-Oberflächen, dass du eine Slippage-Toleranz festlegst. Damit sagst du dem Protokoll: Führe meinen Swap nur aus, wenn der Endkurs maximal X % von meiner Erwartung abweicht.

Ist die Toleranz zu niedrig, schlägt die Transaktion oft fehl; ist sie zu hoch, bist du leichte Beute für MEV-Bots, die deine Trades „sandwichen“: Sie treiben den Kurs vor deinem Kauf hoch und verkaufen direkt danach. Je größer der Pool, desto weniger beeinflusst jeder Trade k – und desto besser die Ausführung. 

Die Tiefe der Liquidität entscheidet, ob eine Bewegung von 10.000 USD kaum Einfluss hat oder ob schon ein 500 USD-Swap 3 % kostet.

Was verursacht Slippage?

Slippage entsteht selten aus nur einem Grund. Meist wirken mehrere Faktoren zusammen:

  1. Marktvolatilität: Kryptopreise können sich sehr schnell bewegen. Während deine Transaktion bestätigt wird (Sekunden bis wenige Minuten), kann sich der Markt deutlich verändern. Je volatiler der Asset, desto mehr Slippage ist zu erwarten.

     

  2. Geringe Liquidität: Ist wenig Token im Pool, kann schon ein kleiner Trade den Kurs stark verschieben. Stell dir einen kleinen Eimer Wasser und ein Schwimmbecken vor. Ein Stein im Eimer macht große Wellen, im Schwimmbecken kaum eine. Deshalb ist Slippage bei großen Token wie ETH meist gering, bei neuen Meme-Coins aber oft hoch – es fehlt einfach an Liquidität, um deinen Trade zu schlucken.

     

  3. Große Ordergröße: Auch in liquiden Märkten verschiebt eine große Order im Verhältnis zur Poolgröße den Kurs gegen dich. Das ist ähnlich wie Slippage, meint aber konkret die Preisbewegung durch deinen eigenen Trade.

Was ist die Slippage-Toleranz?

Die meisten Swap-Oberflächen erlauben dir, eine Slippage-Toleranz festzulegen – also die maximale Kursabweichung, die du akzeptierst. Stellst du sie auf 1 %, sagst du: „Ich bin einverstanden, bis zu 1 % weniger als den angezeigten Kurs zu bekommen. Bewegt sich der Kurs stärker, storniere die Transaktion.“ So wirken sich verschiedene Toleranzstufen praktisch aus:

 

Slippage-Toleranz

Was passiert

Risikostufe

0,1 % – 0,5 %

Transaktion scheitert oft bei volatilen Märkten

Niedriges Risiko, geringe Erfolgsquote

0,5 % – 1 %

Guter Kompromiss bei liquiden Token

Empfohlen für die meisten Swaps

1 % – 3 %

Höhere Erfolgsquote, geringe Kosten

Okay für volatile Assets

3 % – 10 %

Transaktion geht fast immer durch

Du bist Ziel für Bots

10 %+

Du wirst fast sicher ausgenutzt

Sehr riskant


Eine zu hohe Slippage-Toleranz ist einer der häufigsten Gründe, warum Nutzer auf DEXes Geld verlieren – oft ohne es zu merken.

Was sind MEV-Bots?

MEV steht für Maximal Extractable Value. Gemeint ist der zusätzliche Profit, den Validatoren oder Miner aus einer Blockchain ziehen können, indem sie Transaktionen innerhalb eines Blocks umsortieren oder gezielt ein- bzw. ausschließen.

Vereinfacht: Bestimmte Bots überwachen jede Transaktion, die noch nicht bestätigt ist (im sogenannten „Mempool“, einer Art Wartezimmer für Transaktionen). Sie suchen nach Möglichkeiten, auf deine Kosten zu profitieren, indem sie die Reihenfolge der Transaktionen beeinflussen. Miner und Validatoren, die Transaktionen tatsächlich in die Blockchain schreiben, können dafür bezahlt werden, bestimmte Transaktionen zu bevorzugen. MEV-Bots nutzen das aus, indem sie höhere Gas-Gebühren zahlen, um sich vorzudrängeln.
 

Stell dir vor: Du stehst bei einem Konzert in der Schlange, um die letzten Tickets zum Originalpreis zu kaufen. Ein Scalper sieht dich, schiebt sich durch Bestechung des Türstehers vor, kauft alle verbleibenden Tickets und verkauft sie dir dann teurer weiter. Genau das macht ein MEV-Bot.

MEV-Schutz ist deshalb ein heißes Thema, weil diese Art der Wertabschöpfung ein ständiger Kostenfaktor für alle ist, die auf DEXes handeln.
 

Die zwei wichtigsten Arten von MEV-Angriffen bei Swaps sind Front-Running und Sandwich-Attacken 

Was ist eine Sandwich-Attacke?

Die Sandwich-Attacke ist der häufigste und teuerste MEV-Exploit für normale Trader. Angenommen, du willst ETH im Wert von 2.000 USD gegen den HARAMBE-Token tauschen. Du setzt die Slippage-Toleranz auf 5 %, weil HARAMBE sehr volatil ist und du den Trade unbedingt durchbekommen willst.

  1. Deine Transaktion landet im Mempool. Deine Wallet sendet die Swap-Anfrage öffentlich. Jeder – auch Bots – kann sie sehen.

  2. Der Bot sieht deinen Trade und greift ein. Ein MEV-Bot erkennt, dass du eine größere Menge HARAMBE mit 5 % Slippage-Toleranz kaufen willst. Er weiß, dass dein Trade den Kurs nach oben treiben wird. Also gibt er sofort eine eigene Kauforder für HARAMBE mit höherer Gas-Gebühr auf, damit seine Transaktion vor deiner ausgeführt wird.

  3. Die Order des Bots wird zuerst ausgeführt. Der Bot kauft HARAMBE und treibt den Kurs hoch.

  4.  Deine Transaktion läuft zum neuen (höheren) Kurs. Du erhältst weniger HARAMBE für deine 2.000 USD als ohne Bot. Der Kurs hat sich gegen dich bewegt, aber liegt noch innerhalb deiner 5 %-Toleranz – also wird der Trade ausgeführt.

  5. Der Bot verkauft sofort. Er verkauft HARAMBE direkt nach deinem Trade zum von dir mitverursachten Höchstkurs. Für den Bot risikofreier Gewinn, für dich ein Verlust.

Du wurdest „gesandwiched“: Dein Trade war die Füllung zwischen Kauf und Verkauf des Bots – daher der Name.

Ein reales Beispiel für die Profitabilität: Ein Trader auf Uniswap mit der Adresse „jaredfromsubway.eth“ soll an einem Tag über 4 Mio. USD durch Sandwich-Attacken verdient und dabei mehr als 1 Mio. USD an Gas-Gebühren gezahlt haben. Für den Bot-Betreiber hat sich die Rechnung trotzdem gelohnt. 

Front-Running

Front-Running ist einfacher als die Sandwich-Attacke, aber genauso ärgerlich. Ein Bot beobachtet den Mempool und sieht, dass du gleich eine größere Menge „Token X“ kaufen willst. Er weiß, dass dein Kauf den Kurs steigen lässt. Also kauft er Token X vor dir und zahlt eine höhere Gas-Gebühr, um sich vorzudrängeln. Wenn deine Transaktion schließlich ausgeführt wird, ist der Preis höher als beim Start. Du zahlst mehr als erwartet.
 

Front-Running kommt besonders häufig vor bei:

  • Token-Launches, wenn alle gleichzeitig kaufen wollen
  • Großen Ankündigungen, die plötzlichen Kaufdruck erzeugen
  • Liquiditäts-Events neuer DeFi-Protokolle

Unterschied zwischen Front-Running und Sandwiching

Front-Running ist ein einzelner Schritt: Der Bot sieht deine Transaktion, kopiert oder antizipiert sie und drängelt sich vor. Er bekommt den besseren Kurs, du das, was nach der Kursbewegung übrig bleibt. Der Bot ist raus, bevor dein Trade ausgeführt wird.
 

Sandwiching ist eine Zweischritt-Strategie, bei der deine Transaktion in der Mitte steht. Der Bot kauft vor dir, um den Kurs aufzublähen, lässt dich zum schlechten Kurs ausführen und verkauft dann sofort in die Liquidität, die dein Trade geschaffen hat. Deine Order dient als Mechanismus für den Bot-Gewinn.

Der entscheidende Unterschied: Beim Front-Running bist du das Hindernis, das der Bot umgeht. Beim Sandwich bist du das Werkzeug, das der Bot nutzt.
 

Worauf du achten solltest, um hohe Slippage zu vermeiden

Hier eine praktische Checkliste, was du vor jedem Swap prüfen solltest:

Prüfe die Liquidität des Tokens

Bevor du einen neuen Token tauschst, schau dir die Pool-Liquidität an. Die meisten DEXes zeigen das an. Hat der Pool weniger als 100.000 USD, kann schon ein 1.000 USD-Trade massive Slippage verursachen. Ein Pool mit 10 Mio. USD ist für normale Trades deutlich sicherer.

Halte die Slippage-Toleranz niedrig

Bei etablierten Token wie ETH, BTC oder großen Stablecoins gibt es kaum Gründe, die Slippage über 1 % zu setzen. Für kleinere, volatilere Coins reichen meist 1–3 %. Über 5 % lädst du Bots geradezu ein, dich auszunutzen.

Große Trades aufteilen

Wenn du einen sehr großen Betrag eines wenig gehandelten Tokens tauschen willst, mach es nicht auf einmal. Teile ihn in mehrere kleinere Swaps. Ja, du zahlst mehr Gas-Gebühren, aber verlierst deutlich weniger durch Slippage – und wirkst weniger attraktiv für MEV-Bots.

Vermeide Swaps bei hoher Netzauslastung

Gas-Gebühren steigen, wenn das Netzwerk voll ist. Wichtiger aber: Deine Transaktion bleibt länger im Mempool. Mehr Zeit im Mempool heißt mehr Chancen für Bots, dich zu entdecken. Tools wie Etherscans Gas-Tracker zeigen dir, wann das Netzwerk ruhiger ist.

Nutze DEX-Aggregatoren

DEX-Aggregatoren wie 1inch leiten deinen Swap gleichzeitig durch mehrere Liquiditätspools, um dir den besten Kurs mit geringstem Price Impact zu sichern. Statt alles in einen Pool zu schicken und den Kurs selbst zu verschieben, wird die Order intelligent verteilt – eine der effektivsten Methoden, um Slippage bei großen Trades zu senken.

Vergleiche Kurse vor dem Swap

Der erste angezeigte Kurs ist nicht immer der beste. Verschiedene Swap-Anbieter zeigen unterschiedliche Kurse, je nach Routing und Liquiditätsquellen. Nimm dir 30 Sekunden, um Alternativen zu vergleichen, bevor du bestätigst. 

Hier eine schnelle Übersicht, wie du typische Slippage-Fehler vermeidest:

Situation

Was tun?

Swap eines Meme-Coins oder Low-Cap-Tokens

Slippage auf 1–3 % setzen, Pool-Liquidität prüfen

Swap eines großen Tokens (ETH, BTC, SOL)

0,5 % Slippage reicht meist aus

Großer Trade (>10.000 USD)

In kleinere Beträge aufteilen

Das Netzwerk ist überlastet

Auf ruhigere Zeiten warten oder für schnellere Bestätigung zahlen

Die App zeigt ungewöhnlich hohe Slippage an

Nicht weitermachen; erst prüfen

Token verlangt 10 %+ Slippage für Swap

Wahrscheinlich Scam – Abstand nehmen

Wie Tangem Wallet dich schützt

Tangems Integration mit Anbietern wie OKX DEX bietet ein Feature, das die meisten Wallets nicht haben: Sie hält deine Transaktionen privat, um MEV-Exploits zu verhindern. Statt deinen Swap öffentlich im Mempool sichtbar zu machen, wird er privat geroutet – so werden Sandwich-Attacken und Front-Running vermieden.
 

Anbieter wie OKX DEX teilen deine Orders zudem auf mehrere Liquiditätspools auf („Order Splitting“), um Price Impact und Slippage zu minimieren.

Slippage-Anzeige

Tangem zeigt dir die Slippage-Quote für jeden Swap-Anbieter, bevor du bestätigst. Über das Info-Icon im Bereich „Du erhältst“ siehst du genau, welche Slippage du akzeptierst. Die meisten Wallets verstecken diese Info oder zeigen sie gar nicht an.

Häufige Fragen

Wie viel Slippage ist bei einem Swap normal?

Bei liquiden Paaren wie ETH/USDC oder BTC/USDT sind 0,1 % bis 0,5 % Slippage üblich. Bei kleineren oder volatileren Token sind 1–3 % normal. Siehst du bei etablierten Coins mehr als 5 %, stimmt etwas nicht: Entweder ist der Pool sehr illiquide, du tauschst einen sehr großen Betrag oder der Markt ist extrem volatil.

Scheitert meine Transaktion sicher, wenn ich die Slippage-Toleranz niedrig setze?

Nicht unbedingt. Eine niedrige Toleranz führt dazu, dass die Transaktion fehlschlägt, wenn sich der Kurs stärker bewegt als erlaubt, bevor der Swap bestätigt wird. Das ist ein Schutzmechanismus der Wallet, kein Fehler. Eine fehlgeschlagene DEX-Transaktion kostet zwar Gas-Gebühren, aber du verlierst keine Token – das ist deutlich besser, als „gesandwiched“ zu werden.

Ist MEV illegal?

Nein. Es bewegt sich in einer rechtlichen Grauzone. Die Blockchain ist öffentlich – jeder kann ausstehende Transaktionen sehen. MEV-Bots nutzen lediglich öffentlich verfügbare Informationen schneller aus. Das ist nicht illegal, aber auch nicht wirklich fair. Die Community arbeitet aktiv an technischen Lösungen, um die Auswirkungen zu verringern.

Woran erkenne ich, ob ich „gesandwiched“ wurde?

Nach einem Swap kannst du deine Transaktion z. B. auf Etherscan prüfen. Hast du deutlich weniger Token erhalten als angezeigt und siehst zwei weitere Transaktionen derselben Adresse, die deinen Swap im selben Block umrahmen, wurdest du vermutlich attackiert. Das Hauptindiz: Ein Kauf und Verkauf derselben Bot-Adresse direkt vor und nach deiner Order.

Schützt eine Hardware-Wallet wie Tangem vor MEV-Bots?

Hardware-Wallets schützen deine privaten Schlüssel vor Diebstahl. Sie verhindern jedoch keine MEV-Bots, da MEV auf Netzwerkebene stattfindet. Tangems integrierte Swap-Anbieter (insbesondere OKX DEX mit Flash Bot und 1inch mit RabbitHole) bieten aber MEV-Schutz, indem sie Transaktionen über private Kanäle routen.

Was ist der Unterschied zwischen Slippage und Price Impact?

Price Impact ist die Kursauswirkung, die dein Trade durch seine Größe im Verhältnis zur Pool-Liquidität verursacht. Slippage ist die Differenz zwischen erwartetem und tatsächlich ausgeführtem Kurs – inklusive Price Impact und Marktbewegung während der Transaktionsverarbeitung. Beide Effekte wirken beim Swap gegen dich, aber die Ursachen sind unterschiedlich.

Sollte ich immer die niedrigstmögliche Slippage wählen?

Ja, aber mit Augenmaß. Bei liquiden Paaren (große Token) sind 0,5–1 % ideal. Für volatile Small-Cap-Coins brauchst du oft 1–3 %, damit der Trade überhaupt durchgeht. Ziel ist, die minimale Slippage zu wählen, die eine realistische Ausführung ermöglicht. Du kannst es erst mit einem niedrigen Wert probieren und bei Fehlschlag leicht erhöhen.

Verlangt Tangem Swap-Gebühren?

Tangem selbst erhebt keine Swap-Gebühren. Du zahlst die Blockchain-Netzwerkgebühr (Gas) und eventuelle Gebühren des Swap-Anbieters. Tangem vergleicht die Kurse verschiedener Anbieter, sodass du die günstigste Option wählen kannst. Die App zeigt dir alle geschätzten Gebühren vor der Bestätigung an – es gibt also keine bösen Überraschungen.

Was passiert, wenn ein Swap in Tangem fehlschlägt?

Wenn ein Swap fehlschlägt, bleibt der Status der fehlgeschlagenen Transaktion sichtbar, bis du ihn manuell entfernst – so verpasst du keine Info. Du kannst den Status jeder Swap-Transaktion im Verlauf auf der Token-Seite oder direkt beim Swap-Anbieter nachverfolgen. Deine ursprünglichen Token werden bei Fehlschlag an deine Wallet zurückgegeben.

Ist Tangem für Einsteiger geeignet?

Ja, das ist sogar eine der größten Stärken. Die App ist so gestaltet, dass du weder AMMs, Liquiditätspools noch MEV verstehen musst, um sie sicher zu nutzen. Best Practices wie Kursvergleich, Slippage-Anzeige und MEV-resistentes Routing sind standardmäßig integriert. Gerade für Einsteiger ist es ein großer Vorteil, Hardware-Sicherheit zu bekommen, ohne technische Details verstehen zu müssen.

Fazit

Slippage ist ein normaler Teil des Krypto-Tradings – große Verluste entstehen aber meist durch das Wie und Wo. MEV-Bots überwachen Transaktionen aktiv und können schlecht geschützte Swaps ausnutzen. Du brauchst dafür kein tiefes Technik-Wissen – mit den richtigen Tools kannst du dich effektiv schützen.

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Autor Patrick Dike-Ndulue

Senior editor covering crypto, onchain equities, and technology.

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Rezension von Rukkayah Jigam

Writer & editor covering digital assets and product updates.